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Diabetes und Chrom

Bei chronischen Krankheiten wie Diabetes ist der Bedarf an Mikronährstoffen grundsätzlich höher. So brauchen Diabetiker das lebenswichtige Spurenelement Chrom, das eine wichtige Rolle im Zuckerstoffwechsel spielt und folglich die Stoffwechsellage bei Diabetes mellitus beeinflussen kann.

 

Chrom ist für die körpereigene Insulinsynthese zur Blutzuckerkontrolle von maßgeblicher Bedeutung. Nur wenn genügend Chrom zur Verfügung steht, kann das Insulin seine Funktion voll erfüllen. Generell nimmt Chrom Einfluss auf alle insulinabhängigen Stoffwechselvorgänge, insbesondere auf den Glukose- und Lipidmetabolismus. Chrom trägt somit zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei und kann bei Diabetikern den Nüchtern- und Langzeitblutzucker (HbA1c) positiv beeinflussen. Auf der anderen Seite bedeutet das, dass ein Chrommangel zu einer gestörten Glukoseverwertung und zu Hyperglykämie (Überzuckerung) führen kann.

 

Chrom bevorzugt Vollkorn statt Zucker

Dies zeigt auf, dass Chrom und Diabetes eng miteinander verknüpft sind und eine Unterversorgung mit Chrom, neben anderen Faktoren, die Entstehung von Diabetes (und andere Krankheiten) begünstigen kann. Deshalb sollte stets ausreichend Chrom aufgenommen werden. Nahrungsmittel mit relativ hohem Chromgehalt sind z.B.  Bierhefe, Tomaten, Bohnen, Brokkoli, Vollkornprodukte und Nüsse.

Vor allem raffinierter Kristallzucker gilt dagegen als „Chromvernichter“. Außerdem wird Chrom durch körperliche Anstrengung, Stress und Infektionskrankheiten rascher verbraucht.

 

Es wird davon ausgegangen, dass die Chromzufuhr bei den meisten Menschen zu niedrig ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene die Aufnahme von 30 bis 100 µg Chrom pro Tag.

 

 

 

 

 

 

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