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Eigentlich unverzichtbar: Das Diabetes-Tagebuch

Die Blutzucker-Selbstkontrolle ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetestherapie. Die Werte sollten daher nach jedem Messen dokumentiert werden. Hilfreich dafür ist ein Diabetes-Tagebuch. Neben einem klassischen Tagebuch gibt es inzwischen auch verschiedene Diabetes-Apps.

 

Blutzucker messen, Medikamente dosieren, Über- und Unterzuckerung vermeiden: Das Leben mit Diabetes kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Durch die raschen Fortschritte in den vergangenen Jahren können jedoch auch Patienten mit der Diagnose Diabetes ein normales Leben mit einer guten Lebensqualität führen – vorausgesetzt die Blutzuckerwerte sind optimal eingestellt. Um eine gute Blutzuckereinstellung und damit einen guten Behandlungserfolg zu erzielen, ist die aktive Mitarbeit des Diabetikers wichtig, beispielsweise durch das regelmäßige Eintragen der Werte in ein Diabetes-Tagebuch.

 

Blutzuckerselbstkontrolle durch das Führen eines Tagebuchs

Die regelmäßige Überprüfung und Dokumentation der Blutzuckerwerte verschafft einen konstanten Überblick über die persönlichen Diabetes-Daten und trägt auf diese Weise wesentlich dazu bei, schnell auf eventuelle Unregelmäßigkeiten zu reagieren. Neben den Blutzuckerwerten – hier sollten auch das Datum und die Uhrzeit der Messung notiert werden – können in dem Diabetes-Tagebuch zusätzlich Insulinmenge/Medikamentendosis, HbA1c-Wert, Blutdruck, Mahlzeiten, Kohlenhydrateinheiten, bestehende Erkrankungen  und Krankheitssymptome, sportliche Aktivitäten, besondere Stresssituationen sowie das Gewicht festgehalten werden. Diese Aufzeichnungen im Diabetes-Tagebuch können den Informationsaustausch zwischen dem Patienten und dem Arzt erleichtern und sind eine wichtige Grundlage, um  die richtige Einstellung von Medikamenten und die Anpassung  des  Lebensstils zu verbessern. Je genauer die Angaben im Tagebuch sind, desto besser  können die Patienten ihre Diabetestherapie im Alltag eigenständig umsetzen bzw. aktiv mitbestimmen und anpassen. Das Tagebuch sollte sorgfältig gepflegt und stets mitgeführt werden, damit alle erforderlichen Informationen im Notfall vorhanden sind.

 

Diabetes-Apps erleichtern  den Alltag

Alternativ zum handschriftlichen Tagebuch bieten zahlreiche Smartphone-Apps die Möglichkeit, Blutzuckerwerte, Mahlzeiten, Insulinabgaben etc. einzutragen und dem Arzt zu übermitteln. Statt „Zettelwirtschaft“ hat man alle wichtigen Diabetes-Daten direkt auf dem Smartphone immer griffbereit dabei.

Die mySugr App ist die weltweit führende Diabetes App. Bereits die kostenlose Basisversion hat viele hilfreiche Funktionen; das Eintragen geht einfach und schnell. Weitere Apps wie „SiDiary“ managen ebenfalls den digitalen Alltag mit Diabetes, indem sie therapierelevante Werte mit wenigen Klicks dokumentieren und z.B. über eine Datenbank mit den wichtigsten Nährwerten und Broteinheiten von vielen Lebensmitteln sowie über eine Liste für Diabetes-Kliniken verfügen. Für Kinder mit Diabetes gibt es spezielle Apps, die kindgerecht gestaltet sind und den kleinen Patienten das Führen eines Diabetes-Tagebuchs erleichtern. Das Smartphone des Kindes ist immer mit einem Zweit-Handy der  Eltern verbunden, und alle Einträge werden sofort synchronisiert, sodass das Kind immer virtuell begleitet wird.

Fazit: Ein Diabetes-Tagebuch, ob handschriftlich oder digital, ist eine enorme Hilfe für ein erfolgreiches Selbstmanagement der Diabetestherapie.

 

 

 

 

 

 

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