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Mobbing erhöht das Diabetesrisiko

Bereits in früheren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Probleme am Arbeitsplatz, wie beispielsweise Angst vor Jobverlust, mit einem erhöhten Diabetesrisiko einhergehen. Nun ergab eine aktuelle Studie, dass auch Mobbing am Arbeitsplatz mit einem um 46% höheren Risiko für Typ-2-Diabetes (36 % bei Frauen und 61% bei Männern) verbunden ist.

 

Im Rahmen der Studie, an der über 45.000 Männer und Frauen zwischen 40 und 65 Jahren teilnahmen, wurde Mobbing als anhaltendes unfreundliches oder negatives Verhalten von Kollegen definiert. Mobbing bedeutet zudem psychologische Aggression, unfaire Kritik, Isolation und erniedrigende Arbeitsaufgaben. 9 % der Teilnehmer berichteten, dass sie unter Mobbing litten. Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von knapp 12 Jahren wurden insgesamt 1.223 Typ-2-Diabetes-Fälle identifiziert.

 

Warum macht Mobbing krank?

Mobbing ist ein schwerer sozialer Stressfaktor. Dadurch werden Stressreaktionen bzw. Stresshormone aktiviert, die Stoffwechselprozesse begünstigen, die wiederum zu einem erhöhten Diabetesrisiko führen können. Diese Stressreaktionen stehen zudem in Zusammenhang mit der Regulation des Appetits. Durch Mobbing können sich aufgrund der negativen Umstände falsche Essgewohnheiten entwickeln („Frustessen“), sodass es in der Folge zu Stoffwechselveränderungen und Fettleibigkeit kommt – und damit zu wesentlichen Risikofaktoren für Diabetes.

 

 

 

 

 

 

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