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Augenpflege bei Diabetes

Drei Fragen an Dr. med. Beate de Ruiter, sie ist Fachärztin für Augenheilkunde in Köln

 

Warum müssen Diabetiker besonders gut auf ihre Augen achten?

Durch die Stoffwechselstörung drohen Netzhautschäden. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte verändern die Blutgefäße und es kommt evtl. zu einer diabetischen Retino- und Maculopathie. Sie sind mögliche Ursachen für bleibende Sehstörungen, sogar Erblindungen bei Langzeitdiabetikern.

 

Wie oft sollten die Augen kontrolliert werden?

Das ist natürlich auch abhängig vom Typ des Diabetes (Typ 1 oder Typ 2), vom Alter des Patienten bei der Erstdiagnose der Erkrankung, von der Einstellung seines Blutzuckers, von begleitenden anderen Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht, hoher Blutdruck u.a.) und so weiter. Aber grundsätzlich müssen Diabetespatienten mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt, insbesondere, wenn sie über 40 Jahre alt sind oder an einem Typ-1-Diabetes erkrankt sind. Tauchen erste Veränderungen an der Netzhaut auf, muss engmaschiger überwacht werden. Die Überwachung beginnt natürlich unmittelbar nach der Diagnosestellung. Eine diabetische Retinopathie verläuft anfangs oft unbemerkt. Die Risikofaktoren sollten möglichst konsequent gesenkt werden.

 

Wie kann man die Augengesundheit selbst fördern?

Diabetiker sollten einen ihrer Krankheit angemessenen Lebensstil pflegen. Sehr wichtig ist ein optimal eingestellter Blutzuckerwert. Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus – und den oft ebenfalls erhöhten Blutdruck – und hilft dabei, ein normales Gewicht zu halten. Das Rauchen sollte aufgegeben werden, es gehört ja zu den Risikofaktoren. Ihr Diabetologe hilft mit Rat und Tat für eine gesunde Lebensführung.

 

 

 

 

 

 

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