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Bei Diabetes oft verdrängt: die Folgeerkrankungen!

Diabetes ist nicht nur eine der häufigsten, sondern auch eine der am stärksten unterschätzten Volkskrankheiten. Je länger Diabetes unbemerkt bleibt, desto gravierender und häufiger treten diabetische  Folgeerkrankungen auf. Diese Folgen, die vor allem Herz und Gefäße betreffen, sind ein wesentliches Problem der Zuckerkrankheit.

 

Das wird jedoch vielfach nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl etwa drei Viertel der Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) aus dem Diabetiker-Kreis stammen. Wichtig ist daher, Diabetes und die möglichen Auswirkungen der Stoffwechselerkrankung frühzeitig zu erkennen, um schwerwiegende Spätfolgen zu vermeiden. Diabetes ist eine häufige Erkrankung und die Zahl der Diabetiker steigt weltweit weiter stark an. Allein in Deutschland sind ca. 7 Millionen an Diabetes erkrankt. Die Zunahme vor allem von Typ-2-Diabetes wird in erster Linie auf die immer älter werdende Bevölkerung, eine ungesunde Lebensweise mit einseitiger Ernährung, mangelnde Bewegung und Übergewicht zurückgeführt.

 

Unbedingt auf mögliche  Folgeschäden achten

Typ-2-Diabetiker wissen oft lange nichts von ihren erhöhten Blutzuckerwerten, da sich Diabetes langsam über Jahre hinweg entwickeln kann und lange Zeit keine Beschwerden auftreten, sodass die Krankheit häufig erst viel später zufällig entdeckt wird. Durch den dauerhaft hohen Blutzucker können die Organe jedoch bereits nachhaltig geschädigt sein. Da der hohe Blutzucker die Gefäßwände schädigt, haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Nieren-, Nerven- und Augenschäden. Diabetes ist außerdem die Hauptursache für Beinamputationen.

 

Änderung der Lebensgewohnheiten und Eigenverantwortung

Durch Diabetes können also an so gut wie allen Organsystemen massive Schäden entstehen, die nicht rückgängig zu machen sind. Auf der anderen Seite lassen sich diese Folgeerkrankungen verhindern, wenn der Blutzuckerspiegel richtig eingestellt wird. Daher ist es von wesentlicher Bedeutung, die Diagnose „Diabetes“ und Risikofaktoren unbedingt ernst zu nehmen und bei der Überwachung der Erkrankung besondere Aufmerksamkeit auf mögliche Folgeerkrankungen zu richten.

 

Diabetiker sollten sich dabei nicht nur darauf verlassen, einfach regelmäßig Tabletten zu nehmen. Entscheidend ist vor allem auch, dass sich Diabetiker selbst aktiv um ihre Gesundheit kümmern. Das bedeutet, dass Ernährungsempfehlungen eingehalten und ein regelmäßiges Bewegungsprogramm in den Alltag integriert werden sollten. Gerade körperliche Aktivität ist das effektivste Mittel bei Typ-2-Diabetes. Werden die Blutzuckerwerte durch diese Maßnahmen sorgfältig eingestellt, können Komplikationen und Langzeitschäden vermieden bzw. besser kontrolliert werden.

 

Fazit: Das Bewusstsein, dass sich Diabetes jahrelang symptomlos entwickeln kann und dass bereits in dieser Zeit schwere Folgeschäden entstehen können, muss gestärkt  werden, ebenso wie die Sensibilisierung für das Krankheitsbild und dessen Früherkennung, um diese Folgeerkrankungen zu verhindern oder zu verzögern. Denn durch verzögerte oder ungenügende Behandlung des Diabetes steigt das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit und/oder einer Niereninsuffizienz zu erkranken.

 

 

 

 

 

 

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