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Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag

Seit 1991 findet jedes Jahr am 14. November der Welt-Diabetes-Tag statt. Das ist der Geburtstag des Mediziners Frederick Banting, der gemeinsam mit seinem Kollegen Charles Best als Entdecker des Insulins gilt (1921) und dafür den Nobelpreis erhielt. Am Welt-Diabetes-Tag soll im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen weltweit auf Diabetes mellitus sowie auf die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Stoffwechselerkrankung aufmerksam gemacht werden. 

 

Außerdem soll darauf hingewiesen werden, dass Diabetes ein weltweites Problem mit vielen Betroffenen ist und dass immer mehr Menschen an Diabetes erkranken. 

 

Diabetes mellitus ist eine der am stärksten zunehmenden Erkrankungen und gilt daher als Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Dies verdeutlichen aktuelle Zahlen zu Diabetes: So leiden laut dem Diabetes-Atlas der Internationalen Diabetes-Föderation von 2019 weltweit 463 Millionen Menschen an Diabetes; dabei wird nicht zwischen den Diabetes-Typen unterschieden. Bis 2045 wird diese Zahl Schätzungen zufolge auf 700 Millionen steigen. In Deutschland  haben 15,3 Prozent der Erwachsenen Diabetes, was eine Zunahme um 25 Prozent gegenüber 2017 bedeutet.

 

Und laut der Webseite diabetes.org gibt es in Deutschland täglich fast 500 Neuerkrankungen und aktuell mehr als 7 Millionen Menschen mit Diabetes, davon 90% mit Typ-2-Diabetes – wobei ca. zwei Millionen noch nichts von ihrer Erkrankung wissen; die Dunkelziffer bei Diabetes ist also sehr hoch.

 

Bei 300.000 Menschen in Deutschland liegt Typ-1-Diabetes vor, darunter über 30.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Die meisten Menschen mit Diabetes leben in China, Indien und den USA, Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf Platz 8. 

 

Veranstaltungen zu Prävention und Diabetesschulungen

Aufgrund der alarmierenden Zahlen gewinnt die chronische Stoffwechselerkrankung folglich an Bedeutung, da immer mehr Menschen davon betroffen sind und die Spätfolgen oft unterschätzt werden. Daher finden rund um den Welt-Diabetes-Tag zahlreiche Veranstaltungen statt, die über Krankheit, Prävention, Früherkennung, Behandlung und Diabetesschulungen informieren. 

 

Letztere sind von wesentlicher Bedeutung, da Diabetes eine lebenslange Behandlung erfordert. Für Diabetiker ist folglich ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstmanagement unverzichtbar und die Basis einer erfolgreichen Diabetes-Therapie. Daher sollten Diabetiker möglichst bald nach der Manifestation eine Schulung erhalten. Entsprechend ist der Zugang zu Diabetesschulungen für alle Diabetiker ein zentrales Ziel des Welt-Diabetes-Tages. Ein weiteres Kernthema an diesem Tag ist die Prävention, da gerade Typ-2-Diabetes durch gesunde Ernährung, Bewegung und Vermeidung von Übergewicht verhindert werden kann und damit auch die oft schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Augen-, Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Umso wichtiger sind daher eine qualifizierte, spezialisierte und wohnortnahe Versorgung der Patienten, die Sicherstellung der leitliniengerechten Versorgung für und nicht zuletzt die adäquate Versorgung im Bereich der Kinder-Diabetologie. All dies sind wesentliche Punkte im Rahmen des Welt-Diabetes-Tages, um das Bewusstsein für diese häufige chronische Erkrankung in der Öffentlichkeit zu stärken. 

 

 

 

 

 

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