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Stress als Risikofaktor bei Typ-2-Diabetes

Zwischen Stress und chronischen Krankheiten wie Diabetes gibt es einen Zusammenhang. So kann Stress die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, erhöhen. Hinzu kommt, dass sich Stress zusätzlich negativ auf den Behandlungserfolg auswirken kann. Und generell kann eine Diabeteserkrankung zu Überforderung und Stress führen.

 

Doch niemand ist den verschiedenen Stressoren wie  z.B. Arbeitsüberlastung passiv ausgeliefert, sondern es gibt hilfreiche Bewältigungsstrategien, die dazu beitragen, aktiv mit Stress umzugehen.

 

Typ-2-Diabetes ist vor allem durch Lebensstilfaktoren bedingt, die durch entsprechende Interventionen beeinflussbar sind, was jedoch einige organisatorische Anforderungen mit sich bringt. So müssen Diabetiker mehrmals täglich Blutzucker messen, ihre Ernährung an die Behandlung anpassen und entsprechend umstellen und ausreichend Bewegung in den Alltag integrieren. Diese Anforderungen können zu einer emotionalen Überlastung führen, was als „Diabetes Distress“ bezeichnet wird. Dies kann eine schlechtere Fürsorge mit der eigenen Erkrankung und damit eine schlechtere Stoffwechselkontrolle mit den bekannten Komplikationen zur Folge haben.

 

Emotionaler Stress gilt grundsätzlich als ein  bedeutender Risikofaktor, denn Grübeln oder negative Gedanken können sich auf den gesundheitlichen Status auswirken und eine Erkrankung sowohl auslösen als auch deren Fortschreiten negativ beeinflussen.

 

Folgen von Stress

Durch Stress können außerdem weitere für die Entstehung von Typ-2-Diabetes relevanten Risikofaktoren auftreten, wie ein erhöhter Blutglukosespiegel,  Abnahme der Insulinsensitivität, Zunahme von Fettgewebe am Bauch und negatives Ernährungsverhalten. So wird in Stresssituationen  mehr und zu viel Süßes gegessen, da eine hohe Stressbelastung das Appetithormon Ghrelin ausschüttet; gleichzeitig bewegen sich Menschen unter Stress  insgesamt weniger – all das begünstigt Gewichtszunahme und Übergewicht – was sich wiederum negativ auf  Typ-2-Diabetes auswirkt.

 

Umgang mit Stress kann man lernen

Körperliche und seelische Stressfaktoren wie chronische Schmerzen oder Konflikte in Beruf und Privatleben können die Gesundheit folglich maßgeblich beeinträchtigen und sich bei Diabetikern ungünstig auf den Stoffwechsel auswirken. Daher sind Bewältigungsstrategien erforderlich, die den Stress reduzieren – diese kann man im Rahmen der Therapie lernen. So werden im Gesundheitspass „Diabetes“ auch Fragen zum emotionalen Wohlbefinden gestellt und eine adäquate psychologische Unterstützung ermöglicht. Wichtig ist zudem, in belastenden Situationen Ressourcen zu aktivieren, Hilfe anzunehmen, sich Auszeiten zu nehmen und auf die körperliche Fitness zu achten. Das funktioniert am besten in kleinen Schritten.

 

Schrittweise aus der Stressfalle

  • Optimistische Grundhaltung und positive Selbstinstruktion
  • Gelassenheit und eine andere, positive Perspektive: der wesentliche Aspekt der Stressprävention
  • Prioritäten setzen, um permanente Überforderung zu verhindern
  • Lebensstil positiv verändern, z.B. durch gesunde, pflanzlich betonte Ernährung und Ausdauertraining
  • Entschleunigung

Alle diese Maßnahmen zielen darauf ab, Stresssituationen künftig besser zu bewältigen und Stressauslöser zu überwinden bzw. bereits im Vorfeld zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

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