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Diabetes als mögliche Ursache für Schwindel

Schwindel und damit verbundene Gleichgewichtsstörungen kommen häufig vor. Schwindel kann vielfältige Ursachen haben und ist allein keine Krankheit, sondern ein Symptom, das auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweist.

 

So kann Schwindel durch Störungen im Gleichgewichtssystem verursacht werden oder bei Krankheiten wie beispielsweise Diabetes auftreten. Denn wenn der Blutzuckerspiegel stark abfällt, zeigt sich das vielfach durch Schwindelgefühle und Zittern.

 

Bei Diabetikern kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie oder kurz „Hypo“) kommen. Das bedeutet ein Absinken des Zuckerspiegels im Blut unter 40–50 mg/dl bzw. 2,22–2,78 mmol/l. Eine Unterzuckerung gehört bei Diabetes mellitus zu den häufigsten akuten Komplikationen. Anzeichen einer Hypoglykämie sind Schweißausbruch, Zittern und Konzentrationsschwäche und eben auch Schwindel. Oft werden diese Symptome jedoch falsch gedeutet und deshalb nicht oder zu spät erkannt. Gerade ältere Menschen mit Diabetes leiden gehäuft unter Schwindel, was aber als eine Begleiterscheinung des Alterns erachtet und nicht auf die Erkrankung Diabetes zurückgeführt wird.

 

Dieser vermeintliche „Altersschwindel“ darf jedoch keinesfalls unterschätzt werden. Vielmehr müssen Schwindelgefühle bei Diabetikern und eine gegebenenfalls zugrunde liegende Unterzuckerung sofort abgeklärt und behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Grundsätzlich muss Schwindel eine höhere Bedeutung beigemessen und eine frühzeitige Behandlung eingeleitet werden: Schwindel kann die Lebensqualität massiv beeinträchtigen und zudem das Sturzrisiko, vor allem bei älteren Menschen, deutlich erhöhen.

 

 

 

 

 

 

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