Die neurologische Stimmgabel hilft, die Empfindungsfähigkeit z. B. der Fußsohlen zu messen!            ©St-Dollase-Berger_AdobeStock

 

Diabetische Neuropathie

Ob Retinopathie der Augen, Niereninsuffizienz oder Herzfunktionsstörungen – ein Diabetes kann zu allerlei Folgeschäden führen. Eine besonders häufige Erkrankung, die infolge einer Zuckerkrankheit auftritt, ist die diabetische Neuropathie. Sie sucht circa jeden dritten Diabetiker heim und mindert die Lebensqualität der Betroffenen immens.

 

Entscheidend für eine weitgehende Beschwerdefreiheit bei einem Diabetes ist dessen richtige Einstellung, d.h. die Vermeidung eines zu hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Wird diese Blutzuckereinstellung vernachlässigt, treten immer wieder Über- oder Unterzuckerungen (Hyper- oder Hypoglykämien) auf, die über einen Zeitraum mehrerer Jahre schließlich zu Begleit- und Folgeerkrankungen führen können.

So kann ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel letztlich auch die Nerven angreifen. Besonders tückisch: Da die angegriffenen Nerven erst Beschwerden verursachen, wenn die Schädigung schon relativ weit fortgeschritten ist, ist eine frühzeitige Behandlung nicht immer möglich.

 

Periphere und autonome Neuropathie

Eine Neuropathie, ob nun infolge eines Diabetes oder einer anderen Erkrankung, ist oft nicht heilbar. Für Betroffene geht es also darum, die Beschwerden in den Griff zu bekommen und eine Verschlechterung der Situation abzuwenden. Bei der diabetischen Neuropathie unterscheiden Mediziner zwischen der sensomotorischen und der autonomen Neuropathie. Erstere kann alle Empfindungs- und Bewegungsnerven des peripheren Nervensystems betreffen, wodurch Störungen des Schmerz-, des Berührungs- oder des Temperaturempfindens entstehen können.

 

Die autonome Neuropathie betrifft hingegen die Nerven, die Herz und Kreislauf, Verdauung, Hormonhaushalt, Nieren- und Lebertätigkeit, Blutdruck und andere unbewusst ablaufende Prozesse steuern. Welche Therapie Linderung verschafft, ist von der Art der betroffenen Nerven, der Schwere der Schädigung und individuellen Faktoren abhängig, weshalb Ärzte bei der Behandlung einige  Detektivarbeit leisten müssen.

 

 

 

 

 

 

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