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Tele-Coaching bei Diabetes

Diabetes gehört neben anderen chronischen Krankheiten wie Asthma, Herzerkrankungen und Bluthochdruck zu den Krankheitsbildern, die zusätzlich gut telemedizinisch kontrolliert werden können. Es wurden bereits mehrere Studien durchgeführt, die zeigen sollen, inwieweit Tele-Coaching – bzw. Telemonitoring oder e-Health – sowohl die Patienten als auch die Therapeuten unterstützen kann.

 

So sollen die Patienten mittels e-Health-Anwendungen über gesundheitsfördernde Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sowie ebenso über schädliches Verhalten, wie Übergewicht oder Rauchen, aufgeklärt werden und dadurch ihren Lebensstil entsprechend ändern.

 

Die Lebensstilveränderung ist ein entscheidender Baustein in der Diabetes-Therapie. Für eine angemessene Betreuung und Behandlung brauchen Diabetiker jedoch eine engmaschige, ambulante und möglichst wohnortnahe Langzeitversorgung. Etliche Patienten leben aber in einer infrastrukturschwachen Region oder sind beispielsweise altersbedingt in ihrer Mobilität eingeschränkt. Gerade diese können von einer zusätzlichen Betreuung mittels Tele-Coaching profitieren.

 

Telemedizinische Versorgung hat positiven Einfluss auf den Lebensstil

Das bedeutet, dass medizinische Dienstleistungen über eine räumliche Distanz hinweg erbracht werden, indem die Patienten mit einer technischen Ausrüstung ausgestattet werden und ihre Messwerte über Datenverbindungen zu einer Technologieplattform übertragen. Dies funktioniert relativ unkompliziert, da der Patient ja schon zuvor seine Daten erhoben und in schriftlicher Form notiert und weitergegeben hat.

Es gibt bereits telemedizinische Programme für Typ-2-Diabetiker, mit denen zum Beispiel übergewichtige Diabetespatienten dabei unterstützt werden sollen, einen gesünderen Lebensstil zu führen.

 

Dabei steht das Ziel im Vordergrund, Gewicht abzubauen und auf diese Weise langfristig den Gesundheitszustand und die Lebensqualität zu verbessern sowie Risikofaktoren für Begleit- und Folgeerkrankungen zu minimieren. Es hat sich bereits gezeigt, dass diese webbasierten Schulungsprogramme die meisten Patienten zu mehr Bewegung und diätetischen Maßnahmen motivieren.

 

Darüber hinaus ermöglichen zum Beispiel die elektronische Übermittlung von Arztbriefen und die Dokumentation von Messwerten wie Blutzucker und Blutdruck in einer elektronischen persönlichen Patientenakte eine bessere Informationsgrundlage. Das erleichtert  Diagnostik und Therapieentscheidungen und vermeidet Wiederholungen bereits erfolgter Tests.

 

So sind die Bestimmung des HbA1c-Wertes und der Orale Glucose-Toleranztest (OGTT) die häufigsten Doppeluntersuchungen. Sie wären  vermeidbar, wenn eine Patientenakte mit transparenten Angaben zu bereits erfolgten Vorsorgeuntersuchungen für alle zuständigen Therapeuten in Echtzeit zur Verfügung stünde. Auch eine Verkürzung stationärer Aufenthalte ist durch Telemedizin möglich.

Fazit: Telemedizinische Programme sollen dazu beitragen, die Versorgung und den Gesundheitszustand von Diabetikern zu verbessern und sie zu motivieren, den Krankheitsverlauf selbst positiv zu beeinflussen.

 

Viele Patienten erleben Telemonitoring auf diese Weise als einen sinnvollen Zusatz, der sie ermutigt, ihren  Lebensstil zu ändern.

 

 

 

 

 

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