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Diabetes und Zuckerersatzstoffe

Es ist inzwischen überholt, dass Zucker für Diabetiker generell verboten ist. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung wird für Patienten mit Diabetes – ebenso  wie für gesunde Menschen – eine Zuckermenge von etwa 10 Prozent der Gesamtenergie als akzeptabel angesehen; das entspricht etwa 50 Gramm bzw. drei Esslöffeln Haushaltszucker oder Honig täglich.

 

Für Diabetiker (und auch Stoffwechselgesunde), die nicht auf süßen Geschmack verzichten wollen, können Süßstoffe bzw. Zuckerersatzstoffe – in Maßen genossen – eine Option zum Haushaltszucker darstellen.

 

Allgemein sind Produkte aus industriell hergestelltem Zucker wie Schokoriegel und herkömmliche Marmelade für Diabetiker eher ungünstig, denn Haushaltszucker liefert in erster Linie Energie, aber keine Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und lässt den Blutzucker rasch ansteigen. Auch zuckerhaltige Getränke sollten Diabetiker nur ausnahmsweise konsumieren, denn  diese tragen maßgeblich zur Entstehung von Übergewicht und damit Diabetes bei. Um das zu vermeiden, sind kalorienreduzierte bzw. kalorienfreie Süßungsmittel eine mögliche Alternative.

 

Zuckerersatzstoffe (Süßstoffe)

Hierbei handelt es sich um natürlich vorkommende oder synthetische Verbindungen, die als Süßungsmittel verwendet werden können. Sie sind in der Regel kalorienfrei, besitzen jedoch eine vielfach höhere Süßkraft als Haushaltszucker und haben meist eine geringe bis keine Wirkung auf den Blutzucker. Zu den bekanntesten Süßstoffen zählen Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Kalorienfreie Süßstoffe können für Diabetiker bei der Zubereitung von Mahlzeiten und Getränken hilfreich sein, dabei muss jedoch beachtet werden, dass nicht alle Süßstoffe zum Kochen und Backen geeignet sind. Zudem haben einige Süßstoffe einen unerwünschten Beigeschmack; so wird z.B. der Geschmack von Saccharin als bitter-metallisch beschrieben.

 

Daher wird Saccharin häufig mit anderen Süßstoffen kombiniert. Cyclamat wird dagegen von vielen Anwendern bezüglich Geschmack als natürlich beurteilt, besitzt aber die geringste Süßkraft aller Süßstoffe. Das Süßungsmittel Stevia enthält ebenfalls keine Kalorien, ist jedoch oft stark chemisch behandelt.

 

Für Süßstoffe sind Höchstmengen für verschiedene Lebensmittel festgelegt und generell sollten Süßstoffe auch nur begrenzt konsumiert werden. Das gilt insbesondere für Kinder, denn die Höchstwerte gelten für Erwachsene. Experten raten deshalb von Süßstoffen für Kinder ab, wobei berücksichtigt werden muss, dass sich Süßstoffe in einer breiten Produktpalette finden, wie beispielsweise in Getränken, Konfitüre und Joghurt. Wichtig ist eine Sensibilisierung für die Menge von Süßstoffen, die mit Speisen und Getränken aufgenommen werden.

 

Am besten wenig Zucker und selten Süßstoffe

Maßvoller Zuckerkonsum ist im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung auch für Diabetiker unbedenklich. Es wird sowohl für Diabetiker als auch für stoffwechselgesunde Menschen empfohlen, vorrangig Zucker zu reduzieren, anstatt ihn durch chemische oder natürliche Zuckerersatzstoffe zu ersetzen.

 

 

 

 

 

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