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Frühe Anzeichen für Diabetes

Zu Beginn einer Diabetes-Erkrankung zeigen sich meist noch keine Symptome. Diabetes verläuft schleichend, sodass oft Jahre vergehen und die Krankheit schon weiter fortgeschritten ist, bis erste Anzeichen erkennbar sind.

 

Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch wichtig, um durch eine adäquate Behandlung mögliche Folgeschäden zu vermeiden. In Deutschland gibt es etwa 7,5 Millionen Diabetiker. Außerdem wird von einer Dunkelziffer von mindestens 2 Millionen Menschen mit Diabetes ausgegangen, und zwar aufgrund der oft unspezifischen oder fehlenden Symptome insbesondere bei Typ-2- Diabetes (über 90 Prozent aller Diabetes-Patienten haben Typ-2-Diabetes, auch „Altersdiabetes“ genannt). Die Patienten leiden somit häufig schon länger an der Erkrankung, ohne davon zu wissen. Der Diabetes wird erst bei einer Routineuntersuchung eher zufällig entdeckt.

 

Der Zeitpunkt, an dem die Diagnose gestellt wird, ist deshalb oft nicht gleichzeitig auch der Beginn der  Erkrankung – häufig wird sie erst drei bis fünf Jahre nach ihrer Entstehung diagnostiziert. Die Früherkennung ist jedoch wichtig, da der hohe Blutzucker bereits von Anfang an Schaden anrichten kann.

 

Wichtig ist deshalb: Auf Signale achten und Diabetes rechtzeitig erkennen

Typ-1-Diabetes, der oft schon im Kindesalter beginnt, kann bei genauer Beobachtung frühzeitig erkannt werden. Typisch  sind ein übermäßiges Durstgefühl und starker Harndrang, auch nachts, was bei Kindern erneutes nächtliches Bettnässen verursachen kann. Die  Körperzellen bekommen außerdem zu wenig Energie, da die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate nicht verstoffwechselt werden können, sodass sich die Betroffenen müde und abgeschlagen fühlen. Auch Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen werden beobachtet, ebenso eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.

 

Die Störung im Zuckerstoffwechsel kann Appetitlosigkeit, aber auch Heißhungeranfälle verursachen. Selbst wenn ausreichend Nahrung zugeführt wird, verlieren die Betroffenen an Gewicht, da der Körper zur Energiegewinnung nun die Fettreserven abbaut. Falls solche Symptome bei einem Kind auftreten, sollte möglichst schnell ein Arzt/Diabetologe konsultiert werden. Insbesondere bei erblicher Veranlagung sollte ein erhöhtes Augenmerk auf diese Beschwerden gerichtet sein, da  Geschwister und Kinder von Typ-1- oder Typ-2-Diabetikern ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.

 

Auch bei Typ-2-Diabetes treten die genannten Symptome wie Leistungsabfall, Müdigkeit, Infektneigung, vermehrter Durst (bei stark erhöhtem Blutzucker), häufiges Wasserlassen, schlecht heilende Wunden und Juckreiz auf. Wer ein erhöhtes Risiko hat, Diabetes zu entwickeln, wie beispielsweise Menschen mit Übergewicht, sollte die Signale seines Körpers beachten und recht- zeitig seine Blutwerte kontrollieren lassen.

 

Fazit: Gute Aussichten bei frühzeitiger Therapie

 

Je früher Diabetes erkannt und behandelt wird, desto besser können mögliche Folgeerkrankungen verhindert werden. Dank moderner Therapien und umfassender Behandlungs- und Betreuungsprogramme können  Diabetiker ihre Erkrankung gut in den Griff bekommen.

 

 

 

 

 

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