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Diabetes – Risiko fürs Herz

Die Zahl der Menschen, die aufgrund von Überernährung, Übergewicht, Adipositas und Bewegungsmangel frühzeitig an Typ-2-Diabetes erkranken, hat in den vergangenen Jahrzehnten weltweit zugenommen. Menschen mit dieser chronischen Stoffwechselerkrankung haben im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall. Vor allem diejenigen, die bereits vor dem 40. Lebensjahr Typ-2-Diabetes entwickeln, sind gefährdet.

 

In Europa sind ca. 50 Millionen, in Deutschland etwa  6 bis 8 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Hinzu kommt, dass viele Menschen einen bisher unerkannten Diabetes haben (denn erhöhte Blutzuckerwerte beeinträchtigen das Wohlbefinden zunächst nicht) oder ein hohes Erkrankungsrisiko. Doch je länger Diabetes unbemerkt bzw. unbehandelt bleibt, desto gravierender und häufiger treten mögliche Folgeerkrankungen auf. Unter den verschiedenen Folgeschäden sind vor allem Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK) und der Herzinfarkt von wesentlicher Bedeutung.

 

Grund: Diabetes schädigt die Gefäße und fördert daher das Entstehen von Arterienverkalkung (Arteriosklerose), was  einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben kann. Von diesen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen sind sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetiker früher betroffen als Nicht-Diabetiker. Die Herzinsuffizienz, d.h. eine Herzleistungsschwäche, ist ebenfalls eine häufige Begleiterkrankung bei Diabetikern. Außerdem treten bei Diabetikern deutlich öfter schwere Durchblutungsstörungen, vor allem in den Beinen, auf.

 

Bereits bei Menschen, die ein Vorstadium zum Diabetes aufweisen (sogenannter Prädiabetes), besteht ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten. Deshalb ist die wichtigste Maßnahme, die Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren und Risikopersonen mit geeigneten Präventionsmaßnahmen sinnvoll zu unterstützen.

 

Bewegung und Nährstoffe sind die Basis der Therapie

Patientinnen und Patienten können selbst viel dazu beitragen, das Risiko für Diabetes und Folgeerkrankungen deutlich zu reduzieren, insbesondere durch eine Änderung des Lebensstils, d. h. gesunde cholesterinarme Ernährung, Gewichtsreduktion, körperliche Aktivität und Verzicht auf Zigaretten, denn Rauchen ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Zusätzlich müssen Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen gezielt behandelt werden.

Allgemein gilt: Das Risiko für die Entwicklung diabetischer Folgeerkrankungen wie Gefäßschäden und Herzinfarkt ist umso geringer,

  • Je niedriger der HbA1c-Wert ist. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche Blutglukose in den vergangenen ein bis drei Monaten. Ein HbA1c-Wert von maximal 6,5 % wird empfohlen.
  • Je kleiner die Blutzuckerschwankungen im Tagesverlauf sind.
  • Je geringer die Blutzuckeranstiege nach einer Mahlzeit sind.
  • Je besser der Blutdruck eingestellt ist (unter 140/90 mmHg).

 

Sie sehen:  Auch die Folgen von Diabetes sind beherrschbar!

 

 

 

 

 

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