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Kann Intervallfasten Typ-2-Diabetes verhindern?

Intervallfasten boomt – als Methode zum Abnehmen und wegen seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. So zeigen Studien auch einen günstigen Einfluss des intermittierenden Fastens auf die Blutzucker- und Insulinspiegel sowie Diabetes mellitus.

 

Menschen, die unter Übergewicht und Typ-2-Diabetes leiden, wird empfohlen, sich regelmäßig zu bewegen und eine kalorienreduzierte Ernährung einzuhalten, um den Blutzucker zu verbessern und das Gewicht zu reduzieren. Erfahrungsgemäß wird eine Diät jedoch nicht dauerhaft durchgehalten.

 

Das sogenannte Intervallfasten lässt sich dagegen gut in den Alltag integrieren und leichter umsetzen als eine ständige Diät. Beim Intervallfasten handelt es sich um eine Form des Fastens, bei der sich Essensphasen mit Fastenphasen abwechseln. Es wird also nur während bestimmter Zeiten oder an bestimmten Tagen „normal“ gegessen.  Diese Form des Fastens hilft beim Abnehmen und regt den Stoffwechsel an, ohne zu hungern.

 

So funktioniert Intervallfasten 16/8

Intervallfasten 16/8 heißt, dass 16 Stunden lang gefastet und in den restlichen acht Stunden dann gegessen wird – in der Regel zwei bis drei Mahlzeiten. Während der  16 Stunden langen Fastenphase sollten hingegen so gut wie keine Kalorien aufgenommen werden. Das bedeutet: Es sind nur Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee und andere kalorienfreie bzw. sehr kalorienarme Lebensmittel erlaubt. Vorteil der 16/8-Methode ist die einfache Anwendung. Man braucht einfach nur das Frühstück nach hinten verschieben und das Abendessen nicht allzu spät anzusetzen. Oder man lässt das Frühstück weg und nimmt die Mahlzeiten zwischen 12 und 20 Uhr ein. Eine andere Version des Intervallfastens ist 5:2, d.h. fünf Tage essen, zwei Tage fasten. Intervallfasten dient aber nicht nur dem  Abnehmen, sondern hat auch Vorteile für die Gesundheit, wie eine neuere Studie zu Diabetes eindrucksvoll zeigt.

 

Intervallfasten als Alternative  kalorienreduzierter Diät bei Typ-2-Diabetes

137 Patienten mit Typ-2-Diabetes unterzogen sich entweder einer Restriktionsdiät, d.h. die Energiezufuhr wurde auf 1.200 bis 1.500 Kalorien pro Tag reduziert. Eine zweite Gruppe reduzierte ihre Energiezufuhr durch Intervallfasten: An zwei nicht aufeinander folgenden Fastentagen pro Woche wurden nur je 500 bis 600 Kalorien aufgenommen, an den anderen fünf Tagen wurde normal gegessen. Während die Teilnehmer der Restriktionsdiät nach zwölf Monaten fünf Kilogramm abnahmen, verlor die zweite Teilnehmergruppe mithilfe des Intervallfastens in diesem Zeitraum fast sieben Kilogramm Gewicht. Zudem verbesserte sich bei beiden Gruppen der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c.

 

Fazit: Intervallfasten kann, wenn es richtig umgesetzt wird, eine gute Alternative zu einer Diät sein und ist auch für Diabetiker geeignet, sofern einige Dinge beachtet werden. Diabetiker, insbesondere diejenigen, die Insulin spritzen, müssen während der Fasten- tage einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) vorbeugen.  Diese Art der Ernährung sollte deshalb vorab unbedingt mit dem Arzt und im Rahmen einer Ernährungsberatung besprochen werden.

 

 

 

 

 

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