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Diabetes und Fruchtzucker

Diabetikern wurde lange Zeit geraten, Fruchtzucker (Fruktose) als Zuckeraustauschstoff für Diabetiker- und kalorienreduzierte Lebensmittel zu verwenden. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass Fruktose keine Vorteile hat und der Einsatz daher nicht zu empfehlen ist.

 

Fruktose ist in zahlreichen Nahrungsmitteln, vor allem in Obst und Honig, aber auch in verarbeiteten Erzeugnissen als Geschmacksträger enthalten. Besonders beliebt ist der Zusatz von Fruktose zu Erfrischungsgetränken. Fruchtzucker wurde weniger schädlich als Glukose eingestuft, denn er bewirkt im Gegensatz zu Glukose kaum eine Insulinausschüttung und der Glukosespiegel im Blut steigt nur wenig an. Auf diese Weise können wiederkehrende Insulinspitzen vermieden werden. Inzwischen  haben Forschungsergebnisse aber gezeigt, dass die verstärkte Aufnahme von Fruktose z.B. durch damit gesüßte Limonaden die Gesundheit negativ beeinflussen kann. Die Leber wandelt Fruktose sehr effizient in Fett um. Durch den häufigen Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Fruktoseanteil können Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung mit Leberverfettung und Insulinresistenz entstehen – ein Krankheitsbild, das als „Metabolisches Syndrom“ bezeichnet wird.

 

Experten empfehlen deshalb, auf Fruktose als  Zuckerersatz zu verzichten. Vielmehr sollten Diabetiker auf eine ballast- und vitaminreiche Kost aus Obst,  Gemüse und Salat sowie Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten achten. Der Verzehr einer normalen Tages- ration an Obst und Früchten ist unbedenklich und gesund, denn frisches Obst enthält deutlich weniger Fruktose als z.B. gesüßte Getränke. Ein Apfel enthält pro 100 Gramm etwa 6 Gramm Fruchtzucker. Trockenobst hingegen hat einen deutlich höheren Fruktosegehalt (100 Gramm  Rosinen 33 Gramm).

 

 

 

 

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