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Diabetes und Impfungen

Menschen, die unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus leiden, haben ein erhöhtes Risiko, an Infektionskrankheiten wie Influenza (Grippe) oder einer Lungenentzündung zu erkranken, da ihr Immunsystem geschwächt ist und daher weniger gut gegen Infektionen ankämpfen kann. Dies kann durch Impfungen vermieden werden.

 

Insbesondere Diabetiker mit Herz- und Nierenproblemen sind gefährdet, dass nach einer Pneumokokken-Infektion schwere Komplikationen auftreten. Pneumokokken-Erkrankungen sind weltweit verbreitet und verursachen die Mehrzahl aller bakteriellen Lungenentzündungen. Daher wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

 

Auch Influenza kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes ernste Folgen haben, die durch eine Influenza-Impfung („Grippeimpfung“) deutlich reduziert werden können. Eine Studie konnte nachweisen, dass bei gegen Influenza geimpften Diabetikern das Risiko für einen Herzinfarkt oder Herzversagen um 19 Prozent bzw. 22 Prozent reduziert war. Ebenso wird das Risiko für Krankenhausaufenthalte deutlich verringert. Eine Influenza-Prophylaxe ist auch insofern von Bedeutung, als die Erkrankung für Diabetiker besonders schwächend ist. Der Stress, der durch die Infektionskrankheit verursacht wird, wirkt sich auf den Blutzuckerspiegel aus, sodass es dann schwieriger ist, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Hinzu kommt, dass der Appetit häufig reduziert ist und aufgrund dessen auch eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auftreten kann.

 

Generell sollten chronisch Kranke alle Impfungen erhalten, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. Einfach, aber wichtig: Regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen mit Wasser und Seife trägt auch wesentlich zum Schutz vor Infektionen bei.

 

 

 

 

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