©cunico_AdobeStock

 

Welt-Diabetes-Tag 2018

An vielen Orten dieser Erde stand der 14. November im Zeichen von Diabetes mellitus, oder besser gesagt: im Zeichen des Kampfes gegen ihn. Denn Diabetes, vor allem Typ-2-Diabetes, ist weiterhin auf dem Vormarsch: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) leiden alleine in Deutschland über 6,7 Millionen Bundesbürger an einem Diabetes. Weltweit sind es sogar 422 Millionen. Damit gehört Diabetes nicht nur hierzulande zu den am weitesten verbreiteten Stoffwechselerkrankungen überhaupt. Eine umfangreiche Aufklärung ist daher besonders wichtig. Der Welt-Diabetes-Tag soll hierzu einen Beitrag leisten.

 

Lange galt Typ-2-Diabetes als Alterskrankheit, von der vor allem Senioren betroffen sind. Zwar stimmt es, dass Typ-2-Diabetes häufig in fortgeschrittenem Alter auftritt. Doch auch immer mehr junge Erwachsene, Jugendliche und sogar Kinder sind von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen. So hat sich die Zahl der Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen bei Jugendlichen in den letzten Jahren verfünffacht. In Zahlen ausgedrückt, sind das rund 200 Neuerkrankungen pro Jahr. In solchen Fällen muss die ganze Familie mit der Diagnose leben, denn eine Erkrankung geht für die Betroffenen häufig mit einer erheblichen Minderung der Lebensqualität und der Lebenserwartung einher. Und das ist eine Gewissheit, die auch für das direkte Umfeld überaus belastend und fordernd sein kann. Der diesjährige Welt-Diabetes-Tag stand daher auch unter dem Motto „Diabetes und Familie“.

 

Namhafte Experten beleuchteten die unterschiedlichen Auswirkungen, die ein Diabetes auf das Familienleben haben kann

In über 30 Vorträgen wurden während der diesjährigen zentralen Veranstaltung in Berlin verschiedenste Auswirkungen einer Diabeteserkrankung auf Familie und Partnerschaft vorgestellt: vom Dilemma von Eltern, die ihrem Kind einerseits die notwendige Freiheit bieten und andererseits deren Verhalten streng kontrollieren müssen, über die Notwendigkeit, das Jugendliche bei einer Erkrankung plötzlich enorme Verantwortung übernehmen müssen, bis hin zu Belastungen, die eine Diabeteserkrankung für den Ehealltag bedeuten kann. Natürlich wurden auch immer mögliche Strategien und Lösungsansätze für die jeweiligen Probleme präsentiert. Schließlich soll der Welt-Diabetes-Tag nicht nur auf Probleme aufmerksam machen, sondern auch bei deren Bewältigung helfen.

 

Große und kleine Aktionen rundeten den Welt-Diabetes-Tag 2018 ab  

Neben den zahlreichen Informationsveranstaltungen wurde auch durch eine ganze Reihe „subtiler“ Aktionen auf die Erkrankung Diabetes aufmerksam gemacht. So erstrahlten wieder Bauwerke auf der ganzen Welt in blauem Licht, der internationalen Symbolfarbe im Kampf gegen Diabetes. In Dresden fand außerdem der Family Fun Run statt, ein Walk bzw. Lauf über einen oder fünf Kilometer Länge, der auf zwei der Hauptursachen für eine Diabetes-Erkrankung aufmerksam machen wollte: mangelnde Bewegung und Übergewicht. Viele Familien nahmen Teil und verdeutlichten damit den vielleicht wichtigsten Punkt beim Kampf gegen jede Krankheit: Die Familie sollte einander immer unterstützen und Halt geben, denn gemeinsam ist man stärker als alleine.

 

 

 

 

Startseite