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Diabetes und die Weihnachtszeit

Advent und Weihnachten bedeuten leckere Plätzchen, Stollen und Lebkuchen. Auch für Diabetiker sind diese Leckereien erlaubt, wenn das gesunde Maß berücksichtigt wird und Diabetiker ihre Ernährung und ihren Blutzuckerwert immer im Blick behalten.

 

Die Meinung, dass Diabetiker keine Süßigkeiten essen dürfen, hält sich hartnäckig. Jedoch müssen Diabetiker nicht vollständig auf Zucker verzichten - wenn sie ein paar Regeln beachten. So sollte der Weihnachtsmarkt nie hungrig besucht werden, denn dies verleitet die meisten Menschen dazu, mehr Süßigkeiten zu verzehren als geplant. Eine Bratwurst ist sehr fett, und Leckereien wie gebrannte Mandeln enthalten ebenfalls viel Fett sowie viel Zucker. Eine Alternative dazu sind Maronen, die auch nur rund halb so viele Kalorien haben.

 

Am besten selbst backen

Speziell für Diabetiker gibt es geeignetes weihnachtliches Gebäck, auch auf dem Weihnachtsmarkt. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, kein fertiges Gebäck zu kaufen, sondern es besser selbst zu backen, da in fertigen Produkten möglicherweise zu viel Zucker enthalten ist. Auf diese Weise können Diabetiker ihre Ernährung besser kontrollieren.

 

Statt mit weißem Mehl sollte mit Vollkorn- bzw. Dinkelmehl gebacken werden, da diese Kohlenhydrate nur langsam ins Blut gehen. Aus Vollkornmehl, Magerquark, Haferflocken, Mandeln, Fruchtzucker, Milch, Butter und etwas Zimt kann man einen sehr leckeren Mandelstollen zaubern sowie anderes vorweihnachtliches Gebäck – das auch Nicht-Diabetikern schmeckt. Die in Rezepten angegebene Zuckermenge kann meist reduziert bzw. maßvoll dosiert oder durch Diabetiker-geeignete Süßungsmittel ersetzt werden. Plätzchensorten wie Heidesandtaler und Kokosberge enthalten generell fast gar keinen Zucker. Beim Backen sollte auch auf die Fette geachtet werden, vor allem bei Übergewicht - pflanzliche Fette sind besser als tierische. So kann Rapsöl zum Einfetten und pflanzliche Margarine zum Backen eingesetzt werden.

Beim traditionellen Essen an Heiligabend sind für Diabetiker alle Fleischsorten erlaubt, wobei fettarme Gerichte wie z. B. Entenbrust oder auch fettarmer Fisch allgemein gesünder sind  als die klassische Weihnachtsgans mit Klößen und Bratäpfeln, denn Braten, cremige Soßen und Sahnetorten belasten auch das Verdauungssystem

 

Vorsicht Alkohol

Ein gelegentlicher Glühwein ist in Ordnung, und auf einigen Weihnachtsmärkten gibt es sogar Glühweine mit Süßstoff, aber generell ist Alkohol nicht gut für Diabetiker. Ein Kinderpunsch enthält zwar keinen Alkohol, dafür aber sehr viel Zucker. Zudem hat ein Becher mit 0,2 Liter circa 200 Kalorien. Zu beachten ist, dass Alkohol den Blutzuckerspiegel senkt und es daher wichtig ist, den Blutzucker nach dem Genuss von alkoholischen Getränken öfter zu kontrollieren, um einer Unterzuckerung entgegenzuwirken.

 

Bedürfnisse kommunizieren

Weihnachten verbinden viele Menschen damit, wieder mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen – und miteinander zu reden. Eine offene Kommunikation trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes und deren Ernährung besser zu verstehen und zu berücksichtigen.

 

 

 

 

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