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Ratgeber Gesundheit Das Schweigen bei Erektionsstörungen oder Wasserlassbeschwerden brechen

Ratgeber Gesundheit | 30.10.2014, 19:21
Privatdozent Dr. med. Tobias Engl, Facharzt für Urologie, Urologische Praxis
UROGATE (Oberursel).

Mehr als die Hälfte der Männer über 40 Jahre ist von Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion/ED) betroffen. Viele Männer leiden zudem begleitend an Beschwerden beim Wasserlassen infolge einer gutartig vergrößerten Prostata (Benignes Prostatasyndrom/BPS). Ein häufiges Problem ist dabei die Sprachlosigkeit der Betroffenen, denn oftmals ist die Scham zu groß, um das offene Gespräch mit dem Arzt zu suchen. Dieser kann helfen und über geeignete Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Bei vielen Männern mit Erektionsstörungen leidet das Selbstwertgefühl, so dass sie sich zurückziehen. Das wiederum kann zu Missverständnissen in der Beziehung führen, wenn sich die Partnerin zurückgewiesen und ungeliebt fühlt. Ebenso belastend können Probleme beim Wasserlassen aufgrund einer vergrößerten Prostata sein.

 

Typische Anzeichen sind ein häufiger und plötzlicher Harndrang, ein abgeschwächter Harnstrahl sowie der vermehrte Drang, nachts zur Toilette zu müssen. Laut einer aktuellen Umfrage beurteilen 70% der Männer und 75% der Frauen ihr Sexualleben als beeinträchtigt, wenn der Mann an Erektionsstörungen oder Prostatabeschwerden leidet. Über Erektionsstörungen oder Probleme beim Wasserlassen zu reden fällt vielen Betroffenen schwer: 53% der Männer sprechen erst nach mehr als vier Monaten über ihre Beschwerden. „Das offene Gespräch mit der Partnerin kann ein sinnvoller erster Schritt sein, das Problem anzugehen“, sagt der Urologe PD Dr. med. Tobias Engl, Oberursel.

 

Um eine effektive Behandlung zu erhalten, sollten Betroffene dann einen Arzt aufsuchen und auch hier keine Scheu haben, offen über ihre Probleme zu sprechen. Dr. Engl verdeutlicht: „Ich behandele jeden Tag Patienten mit Erektionsstörungen, das ist nichts Ungewöhnliches und vor allem nichts Peinliches. Mein Tipp: Direkt mitteilen, dass ein sexuelles Problem besteht.“ Dann können die nächsten Schritte besprochen und nach einer passenden Behandlungsmethode gesucht werden.

 

 

 

Von: Apotheken Kurier

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