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Wiese ja, Milben nein

Es gehört zum Ferienidyll wie Eis essen oder im Wasser planschen: Wer leicht bekleidet über Wiesen läuft, kann Sonne, Wind und Sommer spüren. Wer Pech hat, spürt allerdings einige Stunden später noch etwas ganz anderes: die Stiche der winzig kleinen Grasmilbenlarven, die an trockenen Hoch- und Spätsommertagen die Spitzen vieler Grashalme besiedeln.

 

Nähern sich Maus, Katze, Hund oder eben auch Mensch, bohren sie sich in deren Haut. Zwar saugen die Larven kein Blut, sondern ernähren sich von Hautzellen. Aber ihr Speichel löst starken Juckreiz und die sogenannte „Erntekrätze“ aus, auch „Herbstbeiß“ oder Trombidiose genannt. Meist treten Quaddeln und Entzündungen – vor allem an Kniekehlen und Füßen – erst dann auf, wenn die Larven schon längst wieder abgefallen sind. Je nach Hautempfindlichkeit haben Betroffene dann wenige Stunden oder auch mehrere Wochen lang mit Ausschlag und Jucken zu kämpfen, wenn sie nichts dagegen tun, berichtet der Münchener Hautarzt Dr. Christoph Liebich.

Zunächst gelte es, falls noch Tiere auf der Haut sein sollten, diese mit Wasser, Alkohol oder auch Krätzemitteln aus der Apotheke abzuwaschen. „Dann behandeln Sie die betroffenen Hautstellen am besten mit einem rezeptfrei erhältlichen Antihistaminikum oder mit einer ebenfalls rezeptfrei erhältlichen, niedrig dosierten steroidhaltigen Creme – und gehen, wenn es nach ein, zwei Tagen nicht besser wird, zum Hautarzt.“

 

Um vorzubeugen, rät der Vertreter des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen zu langen Ärmeln, Hosenbeinen und Socken. „Falls das zu warm wird, bleiben immer noch Anti-Mückensprays.“

 

 

 

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