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Trockene Raumluft – Problem für Augen und Atemwege

Gerade im Winter, wenn die Heizung bollert und die Fenster geschlossen bleiben, trocknet die Luft in Innenräumen regelrecht aus. Für die Schleimhäute unserer Atemwege und Augen ist das ein Problem: Sie verlieren an Geschmeidigkeit und machen uns anfälliger für Infekte und Verletzungen.

 

Egal, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz: Ein gutes, d.h. „feuchtes“ Raumklima ist für unser Wohlempfinden unerlässlich. Dies trifft gerade im Hinblick auf Atemwegsinfekte zu. So haben laut Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Studien gezeigt, dass eine höhere Luftfeuchtigkeit den natürlichen Schleimfluss in den Atemwegen verbessert, wodurch Krankheitserreger schneller ausgeschwemmt werden. Außerdem sterben Erkältungsviren in einem feuchten Raumklima deutlich schneller ab. Aber auch unsere Augen profitieren von einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit. Normalerweise soll der Tränenfilm auf unserer Hornhaut trockene und gereizte Augen vermeiden. Bei trockener Luft verdunstet dieser Tränenfilm jedoch schneller, wodurch auch das Auge eher austrocknet.

 

Optimalerweise sollte die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen daher zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Ist sie niedriger, leiden unsere Schleimhäute. Liegt sie deutlich darüber, werden wir uns über kurz oder lang mit Schimmelpilzen auseinandersetzen müssen, die die Tapete befallen – und letztlich ebenfalls unserer Gesundheit schaden. Die einfachste Möglichkeit, für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen, ist regelmäßiges Stoßlüften. Im Idealfall geschieht das alle zwei bis drei Stunden für fünf Minuten. Gerade wenn es draußen sehr kalt ist, kann das Lüften jedoch schwerfallen. Dann können einfache Luftbefeuchter Abhilfe schaffen, die vor die Heizung gehängt werden. Durch die Wärme der Heizung verdunstet das Wasser in ihren Tanks und geht auf die Raumluft über.

 

Nur eingeschränkt empfehlenswert sind elektrisch betriebene Luftbefeuchter, die mithilfe eines Zerstäubers ein Wasseraerosol freisetzen. Werden diese Geräte nicht regelmäßig gereinigt, können sich in ihrem Inneren Pilze und Bakterien ansiedeln. Über die zerstäubte Flüssigkeit wandern diese dann bis tief in die Lunge und rufen dort im schlimmsten Fall Entzündungen oder allergische Reaktionen hervor. Gänzlich unproblematisch sind hingegen Verdampfer, die das Wasser im Tank zum Sieden bringen: Durch die hohen Temperaturen werden eventuell vorhandene Keime abgetötet.

 

 

 

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