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Trinken ist wichtig bei Erkältung

Erkältungskrankheiten sind die häufigsten wiederkehrenden Erkrankungen überhaupt: Schätzungen zufolge macht jeder Deutsche in seinem Leben zwischen 200 und 300 Erkältungen durch. Anders als bei Masern oder Windpocken entwickeln wir nämlich keinerlei Resistenzen. Dafür sind die Erreger zu vielfältig.

 

Hochzeit für Atemwegsinfekte sind naturgemäß die kalten Wintermonate. Doch auch im Herbst, wenn wir zu spät auf die warme Winterjacke und den Schal umsteigen, und im Frühling, wenn wir von den Strahlen der Sonne geblendet zu früh wieder auf beides verzichten, handeln wir uns schnell einen grippalen Infekt ein. Meist dauern solche Infekte einige Tage an, bevor sie schließlich wieder auskuriert sind. Die nicht ganz so verkehrte Bauernregel hierzu lautet: „Die Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“

 

Wer wirklich alles falsch machen will, packt bei einem grippalen Infekt die angebrochene Packung Antibiotika aus und gönnt sich hin und wieder eine Tablette. Denn Antibiotika sind bei Viren, den Verursachern der allermeisten Atemwegsinfekte, völlig wirkungslos. Die einzigen, die hiervon profitieren, sind die Bakterien, die durch solch sporadische und fehlgeleitete Selbstmedikation gefährliche Resistenzen bilden – und zwar sowohl direkt im Organismus als auch aufgrund von Antibiotikarückständen im Abwasser in der Umwelt. Seit einigen Jahren erweisen sich immer mehr bakterielle Erkrankungen, die mit Antibiotika bisher gut behandelbar waren, als nur schwer oder sogar gar nicht mehr therapierbar. Deshalb: Nehmen Sie Antibiotika bitte ausschließlich nach Absprache mit dem Arzt ein und halten Sie sich genau an die Einnahmedauer.

 

Hat sich im Kopf erst das Brummen, im Hals das Kratzen und in den Gliedern das Ziehen breit gemacht, dann hilft vor allem erst mal eines: Ruhe. Die ist nötig, damit der Organismus sich auf die Selbstheilung konzentrieren kann. Neben Aspirin gegen die Schmerzen und zum Absenken des Fiebers können auch Präparate auf Kräuterbasis Linderung verschaffen, allen voran der altbewährte Kräutertee. Der beruhigt nicht nur die Schleimhäute, sondern wirkt außerdem antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend und schweißtreibend. Ein kräftiger Kräuteraufguss eignet sich neben dem Trinken aber auch zum Inhalieren. Und wer keinen Inhalator sein Eigen nennt, der macht es eben wie zu Großmutters Zeiten: mit einem großen Topf und einem Handtuch drüber.

 

Die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist bei einem grippalen Infekt generell eine gute Idee: Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees eignen sich hierfür am besten. Sie gleichen nicht nur den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen aus, sondern schwemmen die Giftstoffe auch schneller aus dem Körper. Mit Mineralwasser werden außerdem die Mineralstoffspeicher wieder aufgefüllt. Ein Irrglauben ist hingegen, ein steifer Grog könne den Organismus von innen heraus desinfizieren. Denn Alkohol ist ein Zellgift, das den Stoffwechsel belastet und das Immunsystem zusätzlich schwächt.

 

Mit das beste Mittel zur Prävention ist übrigens ausreichend Bewegung, z.B. ein Spaziergang an der frischen Luft, natürlich warm und kuschelig eingepackt.

 

 

 

 

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