©-Robert-Kneschke_AdobeStock

  

 

Gesundheit ist auch eine Herzenssache

Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Das bestätigte jetzt wieder eine internationale Studie, an der auch deutsche Forscher beteiligt waren. Man kann aber etwas dagegen tun! 

 

Rauchen bleibt Hauptrisikofaktor

Zu den Hauptrisikofaktoren für das Herz gehört auf jeden Fall das Rauchen. Der blaue Dunst kann nicht nur zu Lungenkrebs führen, sondern fördert auch die Bildung von gefährlichen Ablagerungen in den Blutgefäßen. Herzschwäche, Herzinfarkte oder Schlaganfälle können die Folgen sein. Die Deutsche Herzstiftung bringt es auf den Punkt: Jede Zigarette kostet ungefähr 30 Minuten Lebenszeit. Ein Rauchstopp ist daher die erste Maßnahme zur Herzgesundheit.

 

Bewegung hält den Körper im Gleichgewicht

Ohne Zigaretten fühlen sich Ex-Raucher zudem schon nach kurzer Zeit deutlich fitter. Und das macht es ihnen leichter, sich mehr zu bewegen und damit Kreislauf und Körper positiv in Schwung zu bringen. Dabei geht es nicht um Leistungssport. Schon etwas mehr tägliche Bewegung tut unserem Herzen gut. Experten empfehlen besonders die sogenannten Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Joggen oder auch Walken. Aber auch die muss man nicht stundenlang und schon gar nicht bis zur Erschöpfung betreiben. Wer nur mehrmals am Tag etwas schneller geht, trainiert damit bereits seinen Kreislauf. Das stärkt nicht nur das Herz, sondern lässt auch Blutzuckerwerte, Blutfette und Blutdruck sinken. Und wenn die im Gleichgewicht sind, nutzt das auch unserer Körperpumpe. Außerdem hat regelmäßige Bewegung noch einen weiteren positiven Effekt:  Heißhungerattacken werden gebremst und dadurch purzeln auch überflüssige Pfunde.

 

Sport am besten gemeinsam mit Anderen

Besonders viel Spaß machen Bewegung und Sport natürlich, wenn man sie gemeinsam mit anderen angeht. Das kann – muss aber nicht – in einem der vielen Sportvereine sein. Hören Sie sich doch einfach einmal in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis um. Vielleicht finden Sie da sehr schnell Gleichgesinnte, mit denen Sie zum Beispiel regelmäßige Lauf- oder Walkingtreffs vereinbaren können. Das fördert die sozialen Kontakte, baut zusätzlich Stress ab und hilft auch gegen den inneren Schweinehund. Einen gemeinsamen Termin abzusagen fällt doch etwas schwerer, als sich alleine erst gar nicht auf den Weg zu machen. Das sollte man übrigens nach Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung 4- bis 5-mal in der Woche jeweils für 30 bis 45 Minuten tun. Ist dies zu viel, kann man auch langsamer starten, indem man einfach einige Gewohnheiten ändert. Ob es nun kleine Spaziergänge, das Vermeiden von Aufzügen oder  die Nutzung des Fahrrads statt des Autos sind: Bewegung ist gut und hilft dem Herzen, gesund zu bleiben.

 

Herzgesunde Ernährung verstärkt den Effekt

Zusätzlich verstärkt wird dieser positive Trainingseffekt durch weniger Stress und eine herzgesunde Ernährung. Dazu gehören viel frisches Obst, Gemüse und Salat, gesunde Öle, Vollkorn- und fettarme Produkte oder auch Fisch. Zu viel Salz ist dagegen schädlich und muss auch nicht sein. Mit Kräutern und Gewürzen kann jeder ebenfalls sehr leckere Speisen zaubern.

 

Und zwischendurch auch mal zum Arzt!

Stellt man seine Lebensweise so um, hat man eine wichtige Voraussetzung für die Herzgesundheit geschaffen. Allein reicht das aber nicht. Denn es gibt zum Beispiel auch Krankheiten, die genetisch bedingt sind. Daher ist der regelmäßige kostenlose Gesundheits-Check durch den Arzt ebenfalls unverzichtbar. Auf den haben Versicherte ab dem 35. Lebensjahr ein  Recht. Der Arzt erkennt, ob mit dem Blutdruck alles im Lot ist, und er kann beraten, welcher Sport für wen besonders geeignet und welcher eher schädlich ist. So steht dann einem gesunden Neuanfang nichts mehr im Wege!

 

 

 

 

 Startseite