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Über den Wolken ...

… kann es für die Jüngsten ganz schön stressig sein. Damit Babys und Kleinkinder den Druckausgleich besser bewältigen können, helfen Kauen, Trinken und bei Bedarf auch abschwellende Nasentropfen.

 

Babys sollten möglichst erst dann fliegen, wenn sie mindestens ein halbes Jahr alt sind, bemerkt Dr. med. Hermann Josef Kahl, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. „Vorher kann es Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich geben, das kann unter Umständen sehr schmerzhaft sein.“ Hilfreich ist es vor allem bei Babys, das Kleine in der Start- und Landephase zum Schlucken zu bringen, denn das erleichtert den Druckausgleich. Je nach  Alter des Kindes eignen sich Stillen, Fläschchen, Lieblingsbrei oder auch ein Bonbon. Für jüngere und ältere Babys und auch für Kleinkinder sollten Eltern zudem immer abschwellende  Nasentropfen im Handgepäck haben. „Die können circa fünf Minuten vor Start oder Landung des Fliegers angewendet werden und mindern ebenfalls den Druck auf die Ohren.“

 

Ebenfalls gut dabei zu haben: Wechselkleidung und etwas zur Beschäftigung, beispielsweise Fingerpuppen, ein Greifspielzeug oder ein kleines Bilderbuch. Auch die richtige Bekleidung trägt zum „Reiseklima“ bei. Bei Zimmertemperatur braucht ein Kleinkind zum Beispiel keine Jacke, bei einer auf 18 Grad eingestellten Klimaanlage eventuell schon. Unterschiedliche Temperaturen von Abflug- und Zielort können am besten durch den sogenannten Zwiebellook ausgeglichen werden: Ziehen Sie Ihrem Kind mehrere Schichten übereinander an, die dann je nach Bedarf aus- und wieder angezogen werden können.

 

Wichtig: Ist das Kind erkältet oder hat gar entzündete Ohren, sollten Eltern vor Reiseantritt aber auf jeden Fall eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt Ihres Vertrauens zurate ziehen, um das Risiko eines Fluges einzuschätzen.

 

 

 

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