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Deutschland höchster Berg

Sie ist bei ihrer Entstehung ganz knapp unter dreitausend Metern geblieben – aber mit 2.962 Meter über Null ist die Zugspitze dennoch Deutschlands oberste Etage. Ein halbes Jahr (Start im November) ist direkt unter ihrem Gipfel Wintersport mit Schneegarantie angesagt.

 

Eiskristalle wirbeln silbern durch die klare Luft, der Himmel strahlt bayerisch-blau darüber – es ist Anfang November und in Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet werden die ersten Schwünge gezogen. Direkt unter dem Gipfel locken rund 20 Kilometer präparierte Pisten mit ihren leichten bis mittelschweren Abfahrten. Dank der Höhenlage zwischen 2.000 und 2.720 Metern kann man dabei die ganze Saison – von November bis Anfang Mai – mit Naturschnee rechnen. Während es auf dem Zugspitzplatt sehr gemütlich und somit für Anfänger sehr geeignet zugeht, bieten Abfahrten ins Weiße Tal auch Könnern jede Menge Spaß. Und bei guter Schneelage wird die traumhafte Abfahrt Riffelriß geöffnet (mehr Infos dazu unter www.zugspitze.de).

 

Wer statt Skifahren den letzten deutschen Gletscher hautnah erleben will: in den warmen Monaten ist dies am Zugspitzplatt möglich. Wer dort bei einer Gletscherwanderung seine Fußspuren in das (noch) ewige Eis setzt, wird von der Einmaligkeit, der Kraft und der bizarren Schönheit dieses Ortes verzaubert sein. Der Gletscherwanderweg führt in knapp einer halben Stunde über den Zugspitzgletscher zur Aussichtsplattform am „Windloch“. Dort wandert das Auge 2.000 Meter hinunter in das Ehrwalder Becken – ein grandioser Blick in die Tiefe.

 

Drei Wege – ein Ziel

Auf die Zugspitze hinauf geht es entweder über die deutsche Seite und vom Eibsee bei Grainau aus mit der Seilbahn – sie wird ab Dezember 2017 durch eine neue mit enormer Förderfähigkeit ersetzt. Ebenso kommt man von der Tiroler Seite mit der Seilbahn nach oben (Tiroler Zugspitzbahn bei Obermoos). Wer es stattdessen nostalgisch mag: auch via Eibsee geht es mit der berühmten original Zahnradbahn 19 Kilometer steil hinauf, davon 4,4 Kilometer durch Tunnel. Dieser Evergreen-Skiexpress wurde schon zu Pionierzeiten des Skifahrens 1930 eröffnet. An sich bereits ein atemberaubendes Erlebnis für Touristen.

 

Und wenn auch weiter unten Frau Holle ihre Schneekissen endlich großzügig ausschüttelt, locken dort die erstklassigen Hänge des Skigebietes „Garmisch-Classic“, das die drei Berge Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze umfasst. Übrigens nebst der berüchtigten Kandahar-Abfahrt, auf der sich Jahr für Jahr die absolute Weltspitze des alpinen Rennsports hinunterstürzt (mehr Infos dazu unter www.gapa.de).

 

 

 

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