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Den Rücken stärken

Rücken reimt sich auf Bücken – und genau das ist das Problem. Nach einem langen Tag im Haushalt schmerzt abends oft das Kreuz. Das geht auch  anders, denn mit der richtigen Haltung lässt sich das Arbeitspensum auch rückenfreundlich erledigen.

 

Gewichtheber gehen in die Knie

Haben Sie jemals gesehen, dass ein Gewichtheber sich mit Rundrücken bückt und dann sein Gewicht hebt? Er wäre nicht lange als Sportler aktiv. Sobald er die Hände am Gewicht hat, geht er in die Knie und hebt die Last möglichst körpernah aus den Beinen an. Genauso werden auch schwere Getränkekisten angehoben: In die Knie gehen, mit geradem Rücken aus der Hocke aufrichten, Kasten dabei nah am Körper. Ruckartiges Anheben oder gar Hauruckbewegungen mit seitlichen Verwringungen sind Gift für die Wirbelsäule. Sie sorgen zwar dafür, dass Ihr Orthopäde nicht arbeitslos wird, rauben Ihnen aber Lebensqualität.

 

Arbeit mit Sti(e)l

Kehren, Staubsaugen, Fensterputzen – Haushaltsgeräte müssen mit der Körperhöhe ihrer Nutzer korrespondieren, um den Rücken zu entlasten. Alle Geräte mit Stiel sollten so ergriffen oder so eingestellt werden, dass aufrechtes Arbeiten möglich ist. Überkopfbewegungen mit zurückgebeugtem Kopf sind ebenfalls ungünstig. Mit Teleskopstielen lassen sich auch unzugängliche Stellen an Fenstern oder an der Decke erreichen. Dabei etwas Abstand zum Stiel halten, damit die Halswirbelsäule gerade bleiben kann. Wer sich bücken muss, sollte darauf achten, dass der Rücken dabei möglichst gerade bleibt. Das heißt, nicht der obere Rücken macht einen Katzenbuckel und führt die Bewegung an, sondern der Oberkörper wird möglichst gerade aus der Hüfte nach vorn gebeugt, der Po geht nach hinten, die Knie bleiben leicht gebeugt. Wer dabei noch den unteren Bauch leicht einzieht, bietet dem Rücken Zusatzschutz. Beim Staubsaugen unter Betten oder Schränken einen Ausfallschritt machen, mit einem Knie abknien und dann mit möglichst geradem Rücken nach vorne beugen. Wenn das Knie schmerzt, ein Kissen unterlegen.

 

So macht Bügeln nicht platt

Eine der Tätigkeiten, die häufig mit angespannten Schultern und vorgebeugter Haltung erledigt wird, ist Bügeln. Dabei bietet das Bügelbrett durch seine Höhenverstellbarkeit ideale Voraussetzungen, die Arbeitshöhe an die Körpergröße anzupassen, denn Rücken und Hals sollten beim Arbeiten möglichst gerade bleiben können. Wichtig für den Rücken – die Beinstellung. Anstatt die Füße eng nebeneinander aufzustellen oder sich leicht zur Seite zu neigen, empfiehlt sich hier ein mindestens hüftbreiter Stand mit parallel aufgestellten Füßen oder in einer leichten Schrittstellung. Hauptsache, die Knie werden nicht durchgedrückt, sondern bleiben locker. Locker bleiben sollten auch die Schultern.

 

Nicht grundlos verbeugen

Verbeugen Sie sich vor der Queen – nicht vor Ihrer Geschirrspülmaschine! Leider steht sie oft auf dem Boden und zwingt dazu. Anstatt aber das untere Geschirrfach einfach herauszuziehen, werden Teller oft mit viel Hingabe, rundem Rücken und anstrengenden Verrenkungen in die hinterste Ecke eingeräumt. Beim Ausräumen ist die Haltung ähnlich. Für den Rücken ist das eine unnötige Belastung. Besser: Schrittstellung, ein Knie zum Boden, gerader Rücken, gerade Halswirbelsäule, Geschirrfach so nahe wie möglich heranziehen. Übrigens: Das Knie zu beugen ist auch eine gute Übung für den Besuch der Queen.

 

 

 

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