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Chemotherapie und Strahlenbehandlung wirken nicht nur auf Tumorzellen

Obwohl das Wissen um Krebs und um seine Behandlung in den letzten Jahrzehnten stetig wächst, kann Krebs in vielen Fällen noch immer nicht geheilt werden. Um die Erkrankung zu behandeln, zum Stillstand zu bringen oder sie zumindest zu verlangsamen, stützt sich die Therapie im Wesentlichen auf Operation, Chemotherapie und Bestrahlung.

 

Krebs tritt in vielen unterschiedlichen Formen auf. Wird er früh erkannt, ist die Wucherung klein, haben viele Betroffene – je nach Krebsart – gute Chancen, dass mit der Entfernung des Tumors auch die Erkrankung besiegt wird – und manchmal kann sogar auf eine Nachbehandlung verzichtet werden. Doch ist der Tumor groß, konnte er nicht restlos entfernt werden, hat er möglicherweise seine Tochterzellen schon in andere Teile des Körpers gestreut, muss weiter behandelt werden. Obwohl das Erkrankungsrisiko im Alter zunimmt, kann er auch schon im Kindesalter auftreten. Allerdings unterscheiden sich die Krebsarten. Während Erwachsene an Brust-, Lungen- oder Darmkrebs leiden, sind Leukämien, Hirntumore und Lymphome die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern.

 

Wirkung mit Nebenwirkungen

Behandelt wird Krebs bei allen Altersgruppen gleich – mit Chemotherapie (Zytostatika) und/oder Bestrahlung. Krebsformen bei Kindern haben zwar oft ein schnelles Wachstum, weil sich die bösartigen Zellen schneller teilen, trotzdem sind ihre Prognosen häufig besser als bei Erwachsenen. Die Therapie mit hochwirksamen Chemotherapeutika oder mit Bestrahlung greift nicht nur die Krebszellen an, sondern auf alle Zellen, die sich schnell teilen. Dazu gehören neben den Tumorzellen auch Haarwurzeln, Knochenmark- und Schleimhautzellen. Deshalb verlieren große und kleine Krebspatienten oft ihr Haar und leiden unter anderen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Müdigkeit, sowie Hautproblemen und Schleimhautentzündungen.

 

Eine häufige Therapiefolge: Haut- und Schleimhautprobleme

Erwachsene und Kinder, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, klagen häufig über trockene Haut. Sie sollte darum mit fett- und feuchtigkeitsspendenden Cremes gepflegt werden, Lippen und Nasenschleimhaut mit Lippen- und Nasensalbe geschmeidig gehalten werden. Auch die Radiotherapie wirkt sich auf die Haut aus. Dort, wo die Strahlen auf die Körperoberfläche treffen, kann sich die Haut röten und/oder trocken werden. Durch den Einfluss der Chemotherapie auf die Schleimhautzellen kommt es außerdem zu Mundtrockenheit, die durch eine Bestrahlung im Kopf-, Hals- oder Mundbereich noch stärker wird. Neben Missempfindungen, Schluckbeschwerden und einem quälenden Durstgefühl kann es zu Entzündungen im Mund oder der Speicheldrüse kommen. Eine schnelle Abheilung ist besonders wichtig. Denn wenn Patienten wegen der Schmerzen im Mund nicht mehr essen wollen, müssen sie mit einem Katheter ernährt werden. Gerade Kindern möchte man das gerne ersparen.

 

 

 

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