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Ungenutzte Entlastungszahlungen im neuen Jahr noch geltend machen!

Ein Leben im Heim wollen ältere Menschen so lange wie möglich hinausschieben. Auch viele Angehörige wollen die Eltern solange es geht zu Hause oder in ihren eigenen vier Wänden betreuen. Pflegebedürftige haben dann Anspruch auf Gelder aus der Pflegekasse. Ungenutzte Ansprüche aus 2015 und 2016 können noch bis Ende 2018 geltend gemacht werden.

 

Um Pflegebedürftigen etwas Erleichterung zu verschaffen, zahlen die Pflegekassen seit Anfang 2017 eine Entlastungsleistung von 125 Euro im Monat. Mit diesem Geld können Angehörige die Pflege oder Betreuung für einige Stunden an jemand anderen übertragen. Die Entlastungsleistung hat das in den Jahren zuvor gezahlte Betreuungsgeld von 104 Euro oder 208 Euro abgelöst.

 

Was viele Anspruchsberechtigte nicht wissen: „Bislang ungenutzte Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können noch bis Ende des Jahres ausgegeben werden. Um diese Beträge optimal zu nutzen, sollte man sich über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten informieren“, rät die Verbraucherzentrale NRW. (Detaillierte Informationen unter www.verbraucherzentrale.nrw)

 

Wer anerkannt pflegebedürftig in einen Pflegegrad eingestuft ist, kann den monatlichen Betrag von 125 Euro nutzen. Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten ausschließlich diesen Betrag, Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 können das Geld zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen nutzen. Der Entlastungsbetrag kann vorübergehend höher ausfallen, wenn er mal nicht in Anspruch genommen oder nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Ansprüche aus dem Jahr 2017 verfallen jedoch am 30. Juni dieses Jahres.

 

Pflegebedürftige, die aus 2015 oder 2016 noch Anspruch auf Betreuungs-Extras haben, können die aufgesparten Beträge noch bis zum Jahresende ausgeben. Die finanzielle Hilfe soll in erster Linie pflegende Angehörige entlasten. Das Geld kann vielfältig für Tages- und Nachtpflege oder für einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege genutzt werden. Auch Unterstützung im Alltag ist möglich – vorausgesetzt, die Hilfe etwa im Haushalt ist laut Landesrecht anerkannt.

 

Bei einer Einstufung in den Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag auch in die Finanzierung eines längeren Aufenthalts im Pflegeheim einfließen.

 

 

 

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