©Stresstagebuch

 

Stress und Tinnitus: Führen Sie doch ein Stresstagebuch!

Ein Tinnitus kann die verschiedensten Ursachen haben. Stress und psychische Überlastung gehören aber zu einem der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung und Ausprägung eines Tinnitus. In Stresssituationen herrscht vermutlich ein allgemein erhöhter Muskeltonus, weswegen auch die Blutgefäße des gesamten Körpers leicht verengt sind. Auch der erhöhte Cortisol-Spiegel im Blut spielt dabei eine Rolle. Diese Verengungen können zu einer schwächeren Durchblutung des Innenohres führen, wodurch wiederum ein Tinnitus erzeugt werden kann.

 

Wer sich ständig unter Druck fühlt und bei wem sich der Tinnitus bildlich gesehen als „Warnsignal“ des Körpers bemerkbar macht, der sollte diesen Hilferuf schnellstmöglich als solchen ernst nehmen. Denn je eher man versucht, dem Tinnitus zu begegnen, desto höher sind die Erfolgschancen!

 

Eine nur schwer zu ertragende Situation entsteht, wenn der Tinnitus selbst zum Stressor wird. Wenn er also derart im Vordergrund steht, dass er ständig auf sich aufmerksam macht. Gedanken wie „Wie soll ich das weiter aushalten?“, „Ich kann doch nicht ständig alle Verabredungen absagen, weil ich aufgrund Schlafmangels so müde bin?“ oder „Welche Behandlungsmöglichkeit kann ich denn noch ausprobieren?“ beschäftigen Sie zusätzlich und bringen weiteren Stress in Ihr Leben. So entsteht ein Teufelskreis: Bei Stress hören die meisten Betroffenen ihren Tinnitus lauter, Belastung und Anspannung steigen weiter an und damit oft auch die Intensität des Tinnitus usw.

 

Ein Stresstagebuch kann Ihnen, konsequent angewendet, dabei helfen herauszufinden, welche Stressoren Ihnen täglich oder wiederkehrend begegnen. Tragen Sie auch ein, welche „Entspannungseinheiten“ Sie täglich absolvieren, und beobachten und dokumentieren Sie vor allem auch die Stärke Ihres Tinnitus.

 

Die Dokumentation dieser beiden Faktoren, also Ihrem Ausmaß an Belastung/Stress und der Intensität Ihres Tinnitus, lassen Rückschlüsse auf den Zusammenhang zu.

 

Sicher werden Sie für das ein oder andere belastende Ergebnis eine stressmindernde Lösung entwickeln können. Wenn Sie aber Bedarf haben, intensiver daran zu arbeiten, können Ihnen Psychologen oder Psychotherapeuten Hilfestellung bieten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt nach einem geeigneten Psychologen bzw. Psychotherapeuten in Ihrer Nähe.

 

TIPPS ZUM AUSFÜLLEN

●         Legen Sie diese an eine zugängliche und offensicht-

            liche Stelle, sodass Sie daran erinnert werden.

●         Wenn Ihr Tag „zu voll“ ist, um ihn am Ende im

            Protokoll zu rekapitulieren, dann nehmen Sie das

            Protokoll mit und füllen es in einer freien Minute

            zwischendurch aus.

●         Seien Sie immer ehrlich zu sich selbst.

●         Scheuen Sie sich nicht davor, das Ausfüllen dauert

            maximal fünf Minuten pro Tag!

 

 

 

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