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Die Herzwochen im November

Die Herzwochen im November

 

Der Volksmund spricht auch von Herzstolpern. Ohne für den Patienten erkennbare Ursache kann es dazu und zu einem Herzrasen kommen. Schwindel, Atemnot sowie Abgeschlagenheit sind Begleiterscheinungen. Dazu gesellen sich manchmal Beklemmung oder sogar Angst. Experten sprechen dann vom sogenanntem Vorhofflimmern. Und davon sind allein in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen betroffen.

 

War man früher noch der Meinung, dass diese Störung zwar ziemlich lästig aber ansonsten ungefährlich ist, hat sich die Beurteilung durch die Medizin grundlegend gewandelt. Denn heute wissen die Kardiologen, dass es sich beim  Vorhofflimmern um  eine ernstzunehmende Form der Herzrhythmusstörungen handelt. Bleibt diese unbemerkt und damit unbehandelt, kann sie zu Herzschwäche und Schlaganfall führen und damit sogar lebensbedrohlich für Herz und Gehirn werden. Dass man dagegen aber durchaus etwas tun kann, ist Themenschwerpunkt der bundesweiten Herzwochen, die die deutsche Herzstiftung veranstaltet. Vom 1. bis zum 30. November finden in ganz Deutschland mehr als 1.000 Vorträge, Seminare und Telefon- bzw. Onlineaktionen zu diesem Thema statt.

 

Wissen, was wichtig ist

Dabei geht es zum Beispiel darum, wie Betroffene einen Verdacht auf Vorhofflimmern frühzeitig erkennen und dann zur Sicherheit durch einen Arzt abklären lassen können. Oder welche Rolle Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Herzschwäche bei Vorhofflimmern spielen. Pünktlich zum Verkaufsstart der neuen Apple Watch, die vielleicht bald auch in Deutschland EKGs erstellen könnte, gehen die Referenten der Veranstaltungen auch der Frage nach, ob Sensoren oder Apps zur Herzüberwachung zu empfehlen sind. Interessierte erfahren schließlich, wie sie – beispielsweise einfach schon durch Veränderung ihres Lebensstiles – selbst zur Besserung ihrer Rhythmusstörung beitragen können und worauf sie bei einer Arzneimitteltherapie achten müssen. Dabei geht es auch darum, wann Gerinnungshemmer in die Therapie eingebaut werden sollten. Diese werden beispielsweise in der Schlaganfall- und der Herzinfarktprävention eingesetzt, um das Risiko einer Embolie (Blutpfropfen, der die Gefäße verstopft) zu verringern.

 

Aufklären und Ängste nehmen

Laut eigener Aussage will die Herzstiftung zwar über die Gefahren aufklären, dabei aber auch ausführlich darüber informieren, was jeder selbst tun kann, um sich vor Vorhofflimmern und seinen Komplikationen zu schützen. Schließlich will sie Betroffenen ihre Ängste vor dieser Rhythmusstörung nehmen.

Bei den Veranstaltungen der Herzwochen informieren renommierte Herzspezialisten in ganz Deutschland u. a. in Kliniken, Herzzentren, Krankenkassen und Betrieben. Die Termine sind unter www.herzstiftung.de abrufbar, können aber auch telefonisch unter 069 955128400 erfragt werden. Und wer stets auf dem Laufenden sein möchte, kann unter www.herzstiftung.de auch den kostenfreien Newsletter abonnieren. Mitmachen lohnt sich: Denn mit einem gesünderen Herz wird auch die Lebensfreude größer!

 

 

 

 

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