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Typisch Frau? Typisch Mann?

Ob Kopfschmerzen, Schürfwunden oder „Rücken“: Studien belegen, dass Frauen und Männer Schmerz unterschiedlich empfinden. Auch auf Medikamente reagieren Frauen anders als Männer, und bei manchen Krankheiten entwickeln sie eigene Symptome.

 

Studien zeigen, dass Frauen Schmerzen öfter und intensiver empfinden als Männer. Denn die Reizschwelle liegt bei ihnen niedriger als bei Männern, wie die Deutsche Schmerzgesellschaft informiert. Die Nervenfasern, die Schmerzreize aufnehmen und an das Rückenmark weiterleiten, scheinen bei Frauen empfindlicher zu sein als bei Männern. Für einige Schmerzmittel sind Unterschiede in der Wirkung zwischen Frauen und Männern belegt, sogar gegensätzliche Effekte seien möglich, so die Deutsche Schmerzgesellschaft. Es empfiehlt sich als Frau also durchaus, bei Ärztin oder Arzt nachzufragen, ob ein verschriebenes Mittel auch an Frauen getestet wurde.

 

Unterschiedlich wie die Schmerzwahrnehmung sind auch die Symptome mancher Krankheiten, allen voran eines Herzinfarkts. Obwohl Herzinfarkte häufig als Männersache gelten, sind sie zusammen mit Schlaganfällen auch bei den Frauen die führende Todesursache, wie die Deutsche Herzstiftung betont. Neben den klassischen Erkennungszeichen wie etwa Schmerzen im Brustraum, die in verschiedene Körperregionen ausstrahlen können, machen sich Herzinfarkte bei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger mit sogenannten unspezifischen Symptomen bemerkbar – z. B. mit starker Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder auch mit Beschwerden im Oberbauch. Im Brustbereich fühlen betroffene Frauen anstatt starker Schmerzen oft ein Druck- oder Engegefühl.

 

Bis zu den Wechseljahren bekommen Frauen zwar eher selten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Mit dem Nachlassen der Hormonproduktion gleicht sich ihr Risiko für koronare Herzkrankheit aber an das der Männer an. Auch das Risiko für Diabetes, Osteoporose und depressive Verstimmungen steigt nach der Menopause.

 

Eine gesunde Lebensweise hilft, diesen Risiken und auch den möglichen Beschwerden der Wechseljahre entgegenzuwirken. Wer sich ausgewogen ernährt, viel bewegt und für ausreichend Erholung sorgt, fühlt sich meist ausgeglichener und kann mit Stress oder Beschwerden besser umgehen.

 

 

 

 

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