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Hyperbare Sauerstofftherapie

beim  Diabetischen Fußsyndrom

 

Bis zu 20% der Patienten mit Diabetes mellitus entwickeln ein Diabetisches Fußsyndrom (DFS), das mit einer verminderten Schmerz- und Druckwahrnehmung sowie deutlich beeinträchtigter Wundheilung einhergeht.

 

Die Gefahr, dass der Patient Fußverletzungen nicht sofort bemerkt, ist beim DFS groß. Aus kleinen Verletzungen können sich offene Stellen an den Füßen und Zehen entwickeln, mit der Gefahr, sich zu infizieren. Massive Entzündungen, Ulzera (Ulcus = Geschwür) und Knocheneiterung am Fuß können die Folge sein. Wenn alle Möglichkeiten, das Gewebe wieder ausreichend mit Blut zu versorgen und die Wundheilung zu verbessern, nicht erfolgreich sind und eine Amputation droht, ist die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) eine mögliche ergänzende Methode zur Behandlung der schlecht heilenden Wunden.

 

HBO künftig auch ambulant

Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie sitzen die Diabetes-Patienten in einer speziellen Kammer und atmen unter erhöhtem Luftdruck meist reinen Sauerstoff ein. Auf diese Weise soll das Blut mit Sauerstoff angereichert und eine  bessere Durchblutung auch des Wundgebiets gefördert werden. Die Behandlung dauert pro Sitzung zwischen 45 und 120 Minuten und wird täglich über einen Zeitraum von mehreren Wochen durchgeführt. Bisher war diese Maßnahme nur stationär und nur ab einer bestimmten Wundtiefe möglich. Doch nun wurde vonseiten der Behörden  beschlossen, dass die Therapie auch ambulant und bereits ab einem früheren Stadium erfolgen kann.

Da die Behandlung sehr aufwendig ist, darf sie aber erst dann angewendet werden, wenn mit anderen Maßnahmen keine ausreichende Wundheilung erzielt wurde. Zudem muss im Rahmen einer HBO weiterhin eine adäquate Wundversorgung in einer qualifizierten Einrichtung erfolgen.

 

 

 

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