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Vorsicht vor Fuß- und Nagelpilz!

Immer wieder wird behauptet, es gebe eine Fußpilz-„Saison“. Leider ist dem nicht so. Der Fußpilz sprießt von Mai bis Oktober, und dann wieder von November bis April. Er ist genauso winter- wie auch sommerfest. Tatsächlich häufen sich aber im Sommer die Erkrankungszahlen.

 

Und das liegt vor allem daran, dass wir häufiger barfuß unterwegs sind: im Schwimmbad, im Park auf der Wiese, oder – auch das sieht man immer wieder – in der Stadt beim Bummeln oder beim Einkaufen im Supermarkt. Er hat deswegen aber nicht Saison, wir machen es ihm nur einfacher, indem wir mit ihm auf Tuchfühlung gehen.

 

Ein Problem, das unter die Haut geht

Einfallstor für Fußpilz ist immer die Haut. Je strapazierter sie ist, desto einfacher hat es der Fußpilz, sich einzunisten. Kleine Verletzungen, trockene und spröde Stellen, durch Sandalen oder schlecht sitzende Sportschuhe wundgeriebene Bereiche – all das sind willkommene Einfallstore für den Fußpilz. Sind Hautflora oder Säureschutzmantel gestört, begünstigt das ebenfalls einen Befall. Der läuft immer nach demselben Muster ab: Zuerst gelangen die Pilsporen auf die Haut, z. B. durch abgestorbene, infizierte Hautschuppen, die sich in stark frequentierten Bereichen wie Duschen oder Umkleidekabinen auf dem Boden befinden.

 

Konnten diese Sporen die Hautbarriere überwinden, bilden sie fadenförmige Strukturen aus. Diese sogenannten Hyphen dringen in die tieferen Hornschichten vor und vermehren sich dort. Dabei wachsen sie noch tiefer in die Haut hinein und können schließlich sogar den Nagel befallen. Das gilt es in jedem Fall zu vermeiden, denn die Behandlung eines Nagelpilzes ist sehr viel langwieriger als die eines Fußpilzes. Wir sprechen hier von mehreren Monaten gegenüber ein paar Wochen!

 

Um das Erkrankungsrisiko zu minimieren, helfen einige einfache Verhaltensregeln:

  • Tragen Sie bequeme Schuhe, die nicht scheuern. Die Schuhe sollten außerdem luftig sein, damit die Füße nicht schwitzen und sich kein Mikroklima bildet, das für Pilze günstig wäre.
  • Achten Sie generell auf trockene Füße, denn Pilze lieben Feuchtigkeit. Nach dem Baden oder Duschen sollten Sie daher auch die Zehenzwischenräume abtrocknen.
  • Wechseln Sie regelmäßig Handtücher und Duschvorleger, weil sich in den Fasern Sporen sammeln können.
  • Bei einem Pilzbefall verdickt sich die Hornhaut und schuppt stark. Tragen Sie diese Hautschuppen möglichst nicht durch die Wohnung, um andere nicht  anzustecken. In solchen Hautschuppen können Pilzsporen tage- oder sogar wochenlang überleben.
  • Bleiben Sie nicht zu lange im Wasser, da die Haut besonders an Händen und Füßen sonst aufweicht und eine Besiedelung durch Pilzsporen begünstigt.
  • Tragen Sie in Bereichen, wo viele Menschen barfuß laufen, leichtes Schuhwerk, z.B. Sandalen oder Badeschlappen.
  • Verlassen Sie sich nicht auf Fußduschen zur Desinfektion, wie man sie in vielen Schwimmbädern findet. Die helfen nur bedingt gegen einen Fußpilzbefall, da sie meist nicht lange genug einwirken können.

 

 

 

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